Umsetzung

Die Umsetzung von Chapati Design

Wir werden immer wieder von interessierten Kunden gefragt, wie eigentlich unsere „Klamotten“ entstehen, was das Herstellungsland ist, welche Richtlinien wir beachten, und welche Menschen für uns arbeiten. Daher haben wir hier für Euch alles zusammengestellt, was Euch ein umfassendes Bild vermitteln soll.

Produktion

Uns werden immer wieder viele Fragen zum Produktionsablauf gestellt. Daher bieten wir Euch im Folgenden einen Einblick, wie unsere schönen Sachen entstehen. Wie bei den meisten Dingen steht auch hier am Anfang die gute Idee. Dafür denkt sich unser Design-Team an diesem sonnigen Platz im grünen Berlin-Karlshorst neue Schnitte aus.

Während wir in den Szenevierteln Berlins die Trends und neuen Einflüsse auf uns wirken lassen, wird hier draußen mit der Auslese und tatsächlichen Umsetzung begonnen: was passt zu Chapati? Welche Botschaft wollen wir mit den Schnitten vermitteln? Wie müssen die Farben, Stoffe und Schnitte kombiniert werden, damit unsere Kunden optimale Produkte erhalten?

Aus Ideen werden Skizzen, die die Auswahl einzelner Styles erleichtern und in Form von Schnitten realisiert werden.

Die Schnitte werden aus braunem Schnittpapier erstellt und entweder per Kurier nach Indien geschickt oder von uns selbst mitgenommen. Schließlich sind wir mindestens 2mal im Jahr beim Hersteller vor Ort, um uns von der Qualität des Produktionsablaufes und den Produktionsbedingungen ein Bild zu machen. Außerdem erweitern wir auch vor Ort unsere Kollektion.

Hier seht Ihr, wie die Schnitte dann in Indien in unserem Sampleraum aufgehängt werden.

Im Sampleraum entstehen die Musterstücke für die spätere Produktion. Dabei arbeitet unser deutsches Designteam eng mit unserer indischen Fachkraft für die Schnitterstellung (er wird dort „Master Gi“ genannt) zusammen.

Wenn erklärt ist, wie wir uns den Schnitt vorstellen und wie er umgesetzt werden soll, stellt Master Gi zusammen mit seinen Mitarbeitern ein Musterstück her. Er erläutert ihnen genau, was beim jeweiligen Schnitt zu beachten ist.

Zuallererst wird unser Schnitt auf den Stoff übertragen und ausgeschnitten (manchmal wird noch ein Zweitschnitt aus Zeitungspapier erstellt, um die eigentliche Schnittvorlage zu schonen).

Die einzelnen Schnittteile aus Stoff werden zusammen mit einer Nähanleitung zu kleinen Päckchen geschnürt und an die Näher weitergegeben, die extra für das Nähen der Musterstücke da sind. Hier sieht man drei Samples, die darauf warten, zusammengenäht zu werden.

Die fertig genähten Musterstücke werden dann anprobiert. Auf Passform und Qualität wird dabei besonderes Augenmerk gelegt.

Qualität

Chapati Design legt besonderes Augenmerk auf die Qualität der Produkte. Wir möchten von der Entstehung der Produkte bis zum Verkauf in den Läden sicher sein, dass wir unseren Kunden die bestmögliche Qualität bieten.

Daher haben wir eine Frau in unserer Produktionsstätte in Indien vor Ort, deren alleinige Aufgabe es ist, die hohen Qualitätsstandards zu überwachen.

Ihr Name ist Sonica Singh, sie ist Ende Zwanzig und kommt gebürtig aus Delhi. Sie hat an der Universität in Delhi Qualitätsmanagement und Bekleidungstechnik studiert. Nach ihrem Studium hat sie 2 Jahre in London gelebt und gearbeitet, bevor sie wieder nach Indien zurückgekehrt ist. Sie spricht somit perfekt Englisch und kennt europäische Qualitätsanforderungen in- und auswendig. Darüber hinaus ist ihr Feingefühl im Umgang mit Menschen mindestens genauso ausgeprägt wie ihre fachliche Kompetenz – das ist wichtig, da es manchmal schwierig sein kann, die hohen Anforderungen durchzusetzen, ohne den Nähern dabei zu nahe zu treten.

Die einzelnen Schritte, die Sonica beim Produktionsweg eines Kleidungsstückes vom Kauf des Garns bis zum letztendlichen Verpacken überwachen muss, sind die Folgenden:

  • Das Garn wird sorgsam ausgewählt, geprüft und gekauft.
  • Mit dem Garn wird der Stoff – je nach Stoffart – gewebt bzw. gewirkt.
  • Wenn bei der Stoffherstellung alles vorschriftsgemäss abgelaufen ist, wird der Stoff eingefärbt. Dabei lassen wir ausschliesslich AZO-freie Farben für den Färbeprozess verwenden, die der Umwelt nicht schaden und beim Träger keine Allergien auslösen. (Der Name „azo“ entstammt einem alten französischen Namen für Nitrogen: „Azote“. Dies wiederum setzt sich aus den griechischen Worten a (= nicht) und zoe (= leben) zusammen. Bereits hier lässt sich erahnen, wie ungesund Azo-Farben sind). [unser Gutachten]
  • Falls es sich beim eingefärbten Stoff um Samt handelt, wird der Faserflor aufgestellt (d.h. der Kettfaden wird aufgeschnitten und bildet somit die samtweiche Oberfläche) der fertige Stoff wird mehrmals gewaschen, getrocknet, und ist nun transportbereit.
  • Nun wird der Stoff zusammengerollt, eingepackt und ist nun fertig für den Transport in die Chapati-Factory.
  • Wenn der Stoff in der Produktionsstätte angekommen ist, wird er eingehend von Sonica geprüft: der Stoff darf natürlich nicht eingehen, ausfärben oder zu dünn als bestellt sein.
  • Ist mit dem Stoff alles ok, kommt er in den Zuschnitt.
  • Die zugeschnittenen Stoffteile werden nochmals auf etwaige Fusseln oder heraushängende Fäden geprüft.
  • Die Stoffteile werden zu fertigen Kleidungsstücken zusammengenäht.
  • Nun werden nochmals die Kleider ganz genau unter die Lupe genommen: wo stehen Fäden ab, was ist nicht richtig vernäht, halten die Glöckchen und Knöpfe auch gut?
  • Wenn alles mit den Kleidern in Ordnung ist, kommen sie in die Chemische Reinigung, um schön sauber für die Kunden in den Läden zu sein.
  • Jetzt werden die Kleider gebügelt und für den Versand vorbereitet.
  • Die Preisschilder werden befestigt.
  • Die Artikel werden zusammengelegt und einzeln in Plastikhüllen verpackt.
  • Schliesslich werden die Artikel in die Versandboxen gepackt und die Kartons für den Versand zugeklebt.

Bei all diesen Produktionsschritten ist Sonica diejenige, die mit wachem Auge aufpasst, was die Angestellten machen, und eingreift, wenn es nötig ist. Schliesslich weiß sie, dass unsere Qualitätsanforderungen hoch sind und wir diese genau umgesetzt sehen möchten. Wir stehen für unsere Qualität gerade, sowohl in unseren Läden hier in Berlin, als auch bei unseren Wiederverkäufern in Deutschland und ganz Europa. Wir freuen uns über jede konstruktive Kritik, die uns dabei hilft, unsere Qualität weiter zu verbessern.